Was passiert...wenn du länger stillst als "die Anderen"...

Breastfeeding my baby long term

Gestern rief mich eine ehemalige "Kunden-Mama", mittlerweile fast Freundin, an. Sie war am Rande der Verzweiflung... Ihr Problem war, dass ihr von vielen Seiten geraten wird, doch nun endlich mit 9 Monaten abzustillen!

 

Diese Ratschläge bekäme sie schon seit einiger Zeit, doch es werde zunehmend erdrückend!

Dabei hat sie gar kein Problem damit, ihr Kind in schwierigen Phasen häufig zu stillen und auch das Einschlafstillen stört sie nicht. Sie genießt es und merkt, dass ihre Tochter es braucht.

 

Ich frage mich, warum man Müttern rät, etwas an den Alltags-Gewohnheiten zu ändern, wenn in der Konsequenz niemand damit ein Problem hat.

 

Da wird ein Problem erfunden, welches keines ist!

 

Mein Ratschlag:

Wer sich endlos erklärt, verteidigt sich. Diskussionen machen auf der Grundlage von Rechtfertigung selten Sinn. Wenn ernsthaftes Interesse beim Gegenüber vorhanden ist, dem empfehle ich Literatur zu dem Thema:

 

Ein wirklich empfehlenswertes Buch eines Kinderarztes: Herbert Renz-Polster mit Menschenkinder. 

https://www.amazon.de/Menschenkinder-Pl%C3%A4doyer-eine-artgerechte-Erziehung/dp/3466309301

 

 

Frau stillt größeres Kind
2013: mit meinem 5 Monate alten Sohn

Wenn ich mich beim zweiten Kind heute noch für irgendetwas rechtfertigen muss, sage ich einfach: "So leben wir. Du kannst gerne anders leben. Ich werde dir nicht reinreden, also rede mir bitte auch nicht rein."

 

Wenn es natürlich der Vater des Kindes ist, der Kritik übt, wird die Sache etwas komplizierter. Ich würde hier einfach immer wieder das Gespräch suchen. Nimm deinen Partner ernst, frage ihn, was hinter seinem Problem steht.

Die Angst vor Unselbstständigkeit beim Kind? Dagegen könnten Studien helfen.

Das Empfinden, selber zu werden? Dann ermutige ihn, einen eigenen Weg zu finden, für das Kind da zu sein! Einschlafbegleitung muss nicht Stillen sein - Vielleicht kann er euer Kind in den Schlaf tragen? 

 

Der Weg zu bedürfnisorientiertem Umgang mit dem eigenen Kind ist vielseitig und über viele Wege erreichbar.

 

Kinder, die von Anfang an in ihren Bedürfnissen gesehen und sich verstanden fühlen, haben später ein besseres Gefühl für ihren Selbstwert. Sie spüren, dass sie es wert sind, dass man auf sie reagiert.

 

In einer chronisch bindungsgestörten Gesellschaft erklärt das doch einiges, oder? 

 

 

Älteres Kind stillt an der Brust
Quelle: http://www.vonguteneltern.de/?p=3416

Falls du hierzu noch mehr Rückenstärkung brauchst, dann rate ich dir zu diesen schönen Artikel von den Guten Eltern:

 

Einschlafstillen wirkt so zuverlässig wie eine Narkose

http://www.vonguteneltern.de/?p=178

 

Abstillgrund Kita?http://www.vonguteneltern.de/?p=3416

 

 

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